Neuronale Notizen vom 13. September 2025

Neuronale Notizen vom 13. September 2025

Wenn KI zur Verschwörung wird und Milliarden durch die Cloud fließen

Was passiert, wenn der Hype um künstliche Intelligenz in wilde Spekulationen abdriftet? Und wer profitiert wirklich von der neuen KI-Goldgräberstimmung?

Ein Interview mit Sam Altman wird zur Bühne für eine bizarre Mordtheorie, während OpenAI Milliarden in Oracles KI-Infrastruktur steckt. Zwischen Drama und Deal zeigt sich: Der KI-Zirkus dreht sich schneller – und manchmal auch absurder – als gedacht.

Forschung & Entwicklung

Tucker Carlson konfrontiert Sam Altman mit wilder Mordtheorie

Was wie ein Thriller klingt, war tatsächlich Teil eines Interviews: Der ehemalige Fox-News-Moderator Tucker Carlson fragte OpenAI-Chef Sam Altman allen Ernstes, ob ein früherer Mitarbeiter der Firma „auf seinen Befehl hin“ ermordet worden sei. Hintergrund ist der tragische Tod des KI-Forschers Suchir Balaji, der 2024 von der Polizei als Suizid eingestuft wurde. Carlson glaubt an mehr – ohne Beweise.

Die Szene wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Mythenbildung um KI, die nicht nur Technik, sondern auch Ideologien, Ängste und Verschwörungen anzieht. Wo Fakten fehlen, wachsen Fantasien – und manchmal auch absurde Interviews.

Quelle: The Verge AI

Spotify vs. Revanced: Wenn KI auf DRM trifft

Der Mod-Anbieter Revanced ermöglicht es Nutzer:innen, Spotify Premium-Funktionen wie werbefreies Hören freizuschalten – ohne Abo. Spotify schlägt nun zurück. Warum das hier auftaucht? Weil Spotify zunehmend KI nutzt, um Musik zu empfehlen, Playlists zu kuratieren oder sogar eigene KI-generierte DJ-Stimmen einzusetzen. Wenn Nutzer:innen die Kontrolle darüber per Mod umgehen, geraten auch KI-Funktionen aus dem Gleichgewicht.

Ein kleiner Hack mit großer Wirkung: Wer bestimmt eigentlich, wie KI-gestützte Dienste genutzt werden dürfen – und wann sie unterlaufen werden?

Quelle: t3n Magazine


Modelle & Unternehmen

OpenAI schließt Mega-Deal mit Oracle – Wall Street staunt

300 Milliarden US-Dollar schwer – so viel ist der neue Infrastruktur-Deal von OpenAI mit dem Datenriesen Oracle angeblich wert. Der Deal unterstreicht, wie zentral Cloud-Kapazitäten für den KI-Boom geworden sind. Denn große Sprachmodelle wie GPT brauchen enorme Rechenpower – und die liefert Oracle nun in rauen Mengen.

Bemerkenswert: Oracle galt lange als „Dinosaurier“ im Tech-Sektor. Jetzt aber reitet der Koloss auf der KI-Welle – und zeigt, dass es beim Rennen um die besten Server nicht nur um Innovation, sondern auch um Erfahrung geht.

Quelle: TechCrunch AI


Gesellschaft & Politik

KI für den Notruf? Telekom startet Digital-Dienste für Blaulicht-Organisationen

Die Deutsche Telekom will Polizei, Feuerwehr & Co. mit neuen, digitalen Diensten ausstatten – darunter auch KI-gestützte Kommunikationstechnologien. Die Idee: Mithilfe von sogenanntem „Network Slicing“ (also virtuelle Netzwerke auf demselben physischen Netz) sollen Notdienste künftig priorisierte, sichere Verbindungen nutzen können. Auch Machine Learning soll helfen, Einsatzdaten schneller auszuwerten.

Doch während die Technik bereitsteht, bremst die Bürokratie: Die Bundesanstalt für den Digitalfunk hinkt hinterher. KI kann viel – aber sie ersetzt nicht die richtige Infrastruktur.

Quelle: Golem


Fazit

Wenn KI-Infrastruktur plötzlich Milliarden wert ist, Interviews in Verschwörungsthriller kippen und Musik-Apps zur Spielwiese für Hacker werden – dann ist klar: Die künstliche Intelligenz ist nicht nur ein technisches Thema. Sie ist Bühne, Schlachtfeld und Goldgrube zugleich. Und manchmal auch einfach nur absurd.

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