Neuronale Notizen vom 01. November 2025

Neuronale Notizen vom 01. November 2025

Deep Sea, Deep Fakes und Deep Learning – wohin steuert die KI-Welt?

Wie viel KI ist zu viel – wenn selbst die Werbung nicht mehr unterscheidbar ist? Und was passiert, wenn KI-Infrastruktur buchstäblich untergeht? Oder abhebt?

Ob unter dem Meer, auf Werbetafeln oder in der Cloud – KI ist überall. Doch während Unternehmen mit großen Ankündigungen glänzen, bleibt oft unklar, was wirklich dahintersteckt. Heute schauen wir genauer hin: auf Googles Werbetricks, neue Unterwasser-Pläne aus China und die Frage, ob KI gerade mehr heiße Luft als heiße Ware produziert.

Forschung & Entwicklung

Google wirbt mit KI-Video für KI-Suche – aber verschweigt den KI-Einsatz

Ironie in Reinform: Google hat ein Werbevideo zur eigenen KI-Suche veröffentlicht – das selbst von einer generativen KI erstellt wurde. Nur: Kennzeichnung? Fehlanzeige. Damit reiht sich der Tech-Riese in eine wachsende Liste von Fällen ein, in denen KI-Inhalte nicht als solche erkennbar sind. Das Video zeigt Menschen, die begeistert „mit Google sprechen“ – tatsächlich aber spricht hier eine KI mit sich selbst.

Transparenz sieht anders aus. Und es stellt sich die Frage: Wenn schon der KI-Gigant selbst nicht klar macht, wann KI im Spiel ist – wie sollen Nutzerinnen und Nutzer da noch durchblicken?

Quelle: The Decoder


Modelle & Unternehmen

ChatGPT im Rückspiegel: So hat sich der KI-Chatbot entwickelt

Von der ersten Version bis zum heutigen Multimodell: Eine neue Übersicht zeigt die komplette Entwicklung von ChatGPT – samt aller Updates, Funktionen und Überraschungen. Der Chatbot von OpenAI begann als reiner Textgenerator, kann inzwischen aber Bilder analysieren, Code schreiben und sogar mit der Stimme sprechen. Die Zeitleiste zeigt auch, wie stark Nutzerfeedback das Tool geformt hat.

Was früher als Spielerei galt, ist heute für viele Alltag: Kundenservice, Lernhilfe, sogar Bewerbungsschreiben werden von ChatGPT übernommen. Die Frage ist nur – wer übernimmt eigentlich noch uns?

Quelle: TechCrunch AI


Gesellschaft & Politik

Chinas KI zieht unter Wasser – Rechenzentrum im Ozean geplant

Ein bisschen Jules Verne, ein bisschen Serverfarm: China plant ein KI-Rechenzentrum auf dem Meeresgrund. Der Clou? Es wird mit Offshore-Windkraft betrieben und durch das kalte Meerwasser gekühlt – eine Art Öko-KI-U-Boot. Der Ansatz ist nicht neu (Microsoft testete ähnliches), aber die Kombination mit KI-Training macht es spannend: Denn je größer die Modelle, desto wichtiger wird nachhaltige Infrastruktur.

Doch auch hier gilt: Wer kontrolliert, was unter der Oberfläche passiert? Nicht nur technisch, sondern auch politisch. Denn im Ozean gelten andere Regeln – oder gar keine.

Quelle: t3n Magazine


Generative KI

Token statt Taler: Google verweigert klare Zahlen zur generativen KI

Wie erfolgreich ist Googles generative KI wirklich? Die Antwort: schwer zu sagen. Denn statt Umsatzzahlen nennt der Konzern lieber abstrakte Metriken wie „verarbeitete Tokens“. Ein Token ist dabei eine Art Wortbaustein, mit dem Sprachmodelle arbeiten – je mehr davon verarbeitet werden, desto mehr wurde das KI-System genutzt. Aber was sagt das über den wirtschaftlichen Erfolg aus?

Analysten sprechen schon von einer „KI-Blase“, in der Investitionen und Erwartungen explodieren – ohne klare Geschäftsmodelle. Vielleicht ist Googles Schweigen hier lauter als jede Pressemitteilung. Oder um es mit ChatGPT zu sagen: „Ihre Anfrage konnte nicht monetarisiert werden.“

Quelle: The Decoder


Fazit

Ob Werbevideo, Meeresgrund oder Cloud-Metrik – KI ist derzeit überall, aber selten greifbar. Vielleicht braucht es bald eine neue Kennzeichnungspflicht: „Diese Realität wurde möglicherweise von einer KI beeinflusst.“

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