Von Benchmarks bis Gerichtssäle: KI wird getestet, trainiert – und verklagt
Was passiert, wenn aus KI-Begeisterung berechtigte Sorge wird? Brauchen wir wirklich KI für alles – oder eher klare Grenzen?
Während Entwickler neue Testumgebungen für KI-Agenten basteln und Google seine Gemini-KI mit persönlichem Datenfutter aufrüstet, wird OpenAI erneut verklagt – mit tragischem Hintergrund. Zwischen Fortschritt und Verantwortung zeigt sich: Die KI-Welt ist nicht nur ein Spielplatz für Programmierer, sondern auch ein juristisches Minenfeld.
Forschung & Entwicklung
KI auf Probe: Terminal-Bench 2.0 misst, wie schlau Agenten wirklich sind
Wer KI-Agenten entwickelt, braucht auch ein Fitnessstudio für Maschinengehirne. Terminal-Bench 2.0 ist genau das – ein Testparcours für autonome Programme, die in der Kommandozeile Aufgaben lösen sollen. Neu dabei: „Harbor“, eine Art virtueller Hafen, in dem KI-Programme in abgeschotteten Containern auf Herz und Nieren geprüft werden können. Praktisch wie ein Escape Room für Bots – nur mit weniger Panik und mehr Code.
Quelle: VentureBeat AI
Google macht Gemini schlauer – mit deinen Dateien
Wie wäre es, wenn deine KI nicht nur kluge Antworten gibt, sondern auch weiß, was in deinen eigenen Dokumenten steht? Genau das bietet Google jetzt mit dem neuen „File Search Tool“ für Gemini: Die KI kann auf hochgeladene Dateien zugreifen und diese direkt in ihre Antworten einbauen – inklusive Quellenangabe. Ob das den Alltag erleichtert oder zur Datenkrake wird, hängt wohl davon ab, wie sorgfältig man die Zugriffsrechte verteilt.
Quelle: The Decoder
Modelle & Unternehmen
OpenAI unter Druck: Neue Klagen wegen ChatGPT und psychischer Folgen
Sieben weitere Familien verklagen OpenAI – mit dem Vorwurf, dass ChatGPT zu psychischen Belastungen und sogar Suiziden beigetragen habe. In einem Fall führte ein mehrstündiger Dialog mit dem Chatbot angeblich zu wahnhaften Vorstellungen. Die Klagen werfen die Frage auf, wie sehr KI-Systeme für ihre Wirkung auf Menschen verantwortlich gemacht werden können – vor allem, wenn sie so menschenähnlich kommunizieren wie nie zuvor.
Quelle: TechCrunch AI
Fazit
Die KI-Welt ist ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite brillante Tools, die uns effizienter, klüger, vielleicht sogar kreativer machen. Auf der anderen Seite echte Menschen mit echten Problemen, wenn die Technologie überfordert oder fehlinterpretiert wird. Vielleicht braucht die künstliche Intelligenz weniger Rechenleistung – und mehr Mitgefühl?

