Neuronale Notizen vom 11. November 2025

Neuronale Notizen vom 11. November 2025

KI spricht jetzt 1.600 Sprachen – und rechnet sich selbst

Wie verändert KI unseren Alltag – auch da, wo wir es nicht merken? Sind wir auf die nächste KI-Generation wirklich vorbereitet?

Von Milliarden-Deals mit doppeltem Boden bis zu Sprachmodellen, die fast jede Sprache der Welt verstehen: Die heutigen KI-News zeigen, wie rasant sich die Technik nicht nur weiterentwickelt – sondern auch in immer mehr gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereiche vordringt. Nur: Wer versteht hier eigentlich noch wen?

Forschung & Entwicklung

Wenn Investoren sich selbst bezahlen: Das Geld-Karussell der KI-Deals

OpenAI und SoftBank gründen ein gemeinsames Unternehmen in Japan: „Crystal Intelligence“ soll KI-Werkzeuge für Unternehmen verkaufen. Klingt erstmal harmlos. Doch ein genauer Blick zeigt: SoftBank ist nicht nur Partner – sondern auch einer der größten Investoren von OpenAI. Das riecht nach einem geschlossenen Finanzkreislauf, bei dem das Geld immer wieder im eigenen Orbit rotiert. Wer hier wem was bezahlt und warum – das wird zunehmend unübersichtlich.

Quelle: TechCrunch AI

Meta bringt Sprach-KI für über 1.600 Sprachen – und noch mehr in Aussicht

Meta hat ein neues System zur Spracherkennung vorgestellt, das in über 1.600 Sprachen funktioniert – ein gewaltiger Sprung im Vergleich zu OpenAIs Whisper-Modell mit „nur“ 99 Sprachen. Möglich macht das ein Trick namens „Zero-Shot Learning“: Die KI kann auch Sprachen erkennen, mit denen sie nie direkt trainiert wurde. Ein bisschen wie ein Musiker, der nie Mongolisch gehört hat – und trotzdem den Text versteht, weil er genug andere Sprachen kennt. Ein echter Babel-Fisch für die Ohren.

Quelle: VentureBeat AI


Modelle & Unternehmen

Lovable: Vom KI-Coding-Startup zum Liebling der Großkonzerne

Das junge KI-Startup Lovable hat in nur einem Jahr fast 8 Millionen Nutzer gewonnen – darunter mehr als die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen. Die Plattform hilft beim Programmieren, aber auch beim „kreativen Denken“ und Problemlösen mit KI-Unterstützung. Offenbar trifft Lovable einen Nerv: Mitarbeitende nutzen es wie ein digitales Brainstorming-Tool. Oder wie ein besonders nerdiger Kollege, der nie müde wird.

Quelle: TechCrunch AI

Kaltura kauft eSelf – und holt sich KI-Avatare ins Klassenzimmer

Das israelische Medienunternehmen Kaltura übernimmt für 27 Millionen Dollar das Startup eSelf – gegründet von einem der Köpfe hinter Snap’s KI. Im Gepäck: generative KI-Technologie, die virtuelle Avatare zum Leben erweckt. Ziel: Lernplattformen und Unternehmensvideos mit sprechenden KI-Gesichtern aufwerten. Ob das die Schulstunde spannender macht oder einfach nur gruselig – das hängt wohl vom Avatar ab.

Quelle: TechCrunch AI


Gesellschaft & Politik

Rumble übernimmt Northern Data – KI braucht Rechenpower

Die US-Plattform Rumble, bekannt als Heimat von Trumps Truth Social, steigt ins Cloudgeschäft ein – und kauft den deutschen Anbieter Northern Data. Warum das für KI wichtig ist? Weil moderne KI-Modelle riesige Datenmengen verarbeiten – und dazu braucht es spezialisierte Rechenzentren. Die Übernahme zeigt: Wer bei KI mitspielen will, muss nicht nur kluge Algorithmen haben, sondern auch die nötige Hardware im Keller.

Quelle: Heise KI


Generative KI

Virtuelle Moderatoren für Lernvideos: eSelf bringt generative KI ins Spiel

Mit der Übernahme von eSelf will Kaltura generative KI in seine Lern- und Videoangebote integrieren. Die Technologie erzeugt realistisch sprechende Avatare – also digitale Figuren, die Inhalte glaubwürdig präsentieren können. Ob als Dozentin, Nachrichtensprecher oder Kundenberater: Die KI übernimmt die Bühne. Und das ganz ohne Lampenfieber.

Quelle: TechCrunch AI


Fazit

Während KI lernt, 1.600 Sprachen zu verstehen, sprechen ihre Entwickler immer öfter in Rätseln aus Joint Ventures und Investorenkreisen. Vielleicht sollten wir der KI mal beibringen, auch Wirtschaftsjargon zu entschlüsseln. Oder zumindest die Frage beantworten: Wer zahlt hier eigentlich was – und warum spricht plötzlich jeder Avatar?

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