Neuronale Notizen vom 22. November 2025

Neuronale Notizen vom 22. November 2025

Wenn KI sich selbst überholt: Abschiede, Aufholjagden und neue Welten

Welche KI-Innovation von heute wird morgen schon wieder ausgemustert? Wie verändert KI unsere Vorstellung von Realität – digital wie politisch?

Während OpenAI bereits das Verfallsdatum für ein aktuelles Vorzeigemodell nennt, zaubert Meta ganze 3D-Welten aus dem Nichts. Und bei Google brodelt die Debatte um Daten, Vertrauen und Transparenz. Es wird klar: KI entwickelt sich nicht nur rasant – sie verändert auch, wie wir mit ihr umgehen (müssen).

Forschung & Entwicklung

OpenAI kündigt Aus für GPT-4o-API im Februar 2026 an

Kaum etabliert, schon wieder im Ruhestand? OpenAI hat angekündigt, das beliebte GPT-4o-Modell ab Februar 2026 nicht mehr über die Entwickler-Schnittstelle (API) anzubieten. Entwickler:innen haben bis zum 16. Februar Zeit, ihre Anwendungen auf ein neues Modell umzustellen. GPT-4o war erst 2024 als besonders schneller und multimodaler KI-Chatbot gestartet – nun wird er offenbar von seiner eigenen Nachfolge überholt.

Quelle: VentureBeat AI


Modelle & Unternehmen

Google unter Druck: Verwendet Gmail-Inhalte wirklich niemand zum KI-Training?

Ein Sturm im Rechenzentrum: In sozialen Medien verbreitete sich die Sorge, dass Google E-Mails aus Gmail zum Trainieren seiner KI-Modelle nutzt. Google dementiert – und verweist darauf, dass nur „smarte Funktionen“ wie Autovervollständigung auf Nutzerdaten zugreifen. Datenschützer:innen fordern dennoch mehr Transparenz. Denn wer entscheidet am Ende, was „smart“ und was „schnüffelnd“ ist?

Quelle: The Verge AI

KI-Agenten boomen: Startup Sierra knackt 100 Millionen Dollar Umsatz

Das junge Unternehmen Sierra, gegründet von Ex-Salesforce-Co-Chef Bret Taylor, hat in weniger als zwei Jahren einen Jahresumsatz von 100 Millionen Dollar erreicht. Der Grund: Immer mehr Firmen setzen auf sogenannte „KI-Agenten“ – digitale Assistenten, die Aufgaben eigenständig erledigen. Vom Kundendienst bis zur Datenanalyse: Sierra zeigt, dass KI nicht nur ein Hype, sondern auch ein Geschäftsmodell sein kann – zumindest, wenn man es richtig verpackt.

Quelle: TechCrunch AI


Generative KI

Meta erschafft mit WorldGen interaktive 3D-Welten per KI

Meta hebt generative KI auf die nächste Dimension: Mit „WorldGen“ lassen sich nicht nur statische 3D-Objekte erzeugen, sondern ganze interaktive Welten. Die KI generiert Umgebungen, die sich in Echtzeit erkunden und verändern lassen – ideal für Games, Simulations-Training oder virtuelle Zwillinge von Industrieanlagen. Statt mühsam jedes Detail zu modellieren, übernimmt WorldGen den kreativen Rohbau – Entwickler:innen müssen nur noch einziehen.

Quelle: AI News


Fazit

Während Meta digitale Welten erschafft, verabschiedet sich OpenAI schon wieder von der Gegenwart. Vielleicht ist das das eigentliche KI-Paradox: Was heute noch Zukunft ist, wird morgen schon abgeschaltet. Oder wie ein Chatbot sagen würde: „Dieses Modell ist nicht mehr verfügbar – bitte laden Sie die Zukunft neu.“

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