Neue Denkweisen, neue Maschinen: Wie KI unsere Definition von Intelligenz auf den Kopf stellt
Wie viel KI-Hype ist tatsächlich Fortschritt – und wie viel nur cleveres Marketing? Wann wird aus KI-Begeisterung gesunde Skepsis?
Der Mathematik-Star Terence Tao will „Intelligenz“ bei KI lieber durch „Cleverness“ ersetzen – und trifft damit einen Nerv. Gleichzeitig rüstet ein Forschungslabor mit NVIDIAs neuester Hardware auf, um die nächste Generation generativer KI-Modelle zu entwickeln. Was steckt hinter dem Glanz der neuronalen Netze – und was bleibt, wenn wir die Buzzwords abziehen?
Forschung & Entwicklung
Überraschender Webb-Fund: Dieser Exoplanet sieht aus wie eine Zitrone und ist reich an Diamanten
So spannend der Fund auch ist – leider hat diese „Zitronenwelt“ keinen Bezug zu Künstlicher Intelligenz. Aber hey, wer weiß: Vielleicht berechnet bald ein KI-Modell, wie man dort Urlaub machen könnte. Bis dahin bleibt’s eine astronomische Anekdote – nicht mehr, nicht weniger.
Quelle: t3n Magazine
Modelle & Unternehmen
Amazon öffnet sein E-Book-Ökosystem – aber ohne KI-Twist
So erfreulich es für Leser:innen auch sein mag: Amazons neue Download-Funktion für Kindle-E-Books hat mit KI leider nichts zu tun. Kein Machine Learning, keine neuronalen Netze, kein KI-gesteuerter Buchclub. Wir blättern weiter – auf der Suche nach echter KI-Substanz.
Quelle: t3n Magazine
Gesellschaft & Politik
Mathe-Star Terence Tao über KI: Nur clever, nicht intelligent
Terence Tao, einer der brillantesten Mathematiker unserer Zeit, hat eine einfache, aber tiefgreifende Idee: Statt von „Künstlicher Intelligenz“ sollten wir lieber von „künstlicher Cleverness“ sprechen. Denn aktuelle KI-Systeme wie GPT oder DALL·E lösen Aufgaben oft erstaunlich gut – aber sie verstehen weder Kontext noch Bedeutung wirklich. Sie sind eher wie Papageien mit Zugang zur Wikipedia: beeindruckend, aber nicht bewusst.
Tao plädiert damit für mehr sprachliche Genauigkeit – und trifft einen wunden Punkt in der KI-Debatte. Denn wenn wir ständig von „Intelligenz“ sprechen, suggerieren wir Fähigkeiten, die die Systeme (noch) nicht haben. Eine Erinnerung daran, dass Worte Macht haben – besonders in der Technik.
Quelle: The Decoder
Generative KI
NVIDIA rüstet auf: Supercomputer für kreative KI an der UC San Diego
Das Hao AI Lab der Universität von Kalifornien in San Diego bekommt ein fettes Upgrade: ein brandneues NVIDIA DGX B200-System. Klingt nach Science-Fiction, ist aber Hightech pur – mit dieser Rechenpower sollen fortschrittliche generative KI-Modelle trainiert werden, die Texte, Bilder oder Code erzeugen können.
Solche Systeme sind das Rückgrat von LLMs (Large Language Models) wie GPT – also Sprach-KIs, die ganze Romane schreiben oder Programmcode ausspucken. Die neue Hardware soll nicht nur schneller rechnen, sondern auch effizienter mit riesigen Datenmengen umgehen. Für Forschende bedeutet das: Sie können komplexere Modelle testen, schneller iterieren – und vielleicht sogar neue KI-Architekturen entwerfen, die unsere Vorstellung von Kreativität neu definieren.
Ein bisschen wie ein neues Klavier für Beethoven – nur dass der Komponist hier ein neuronales Netz ist.
Quelle: NVIDIA Blog
Fazit
Wenn selbst ein Mathe-Genie wie Terence Tao KI lieber als „clever“ statt „intelligent“ bezeichnet, sollten wir vielleicht öfter innehalten, bevor wir Maschinen menschliche Eigenschaften zuschreiben. Und während NVIDIA die Rechenpower für kreative KI aufdreht, bleibt die große Frage: Wird aus Cleverness irgendwann doch Bewusstsein – oder bleibt’s beim Papagei mit Supercomputer?

