Neuronale Notizen vom 20. Dezember 2025

Neuronale Notizen vom 20. Dezember 2025

Wenn Rechenzentren glühen: KI, Klima und Kapital

Wie viel Energie darf ein intelligenter Algorithmus verbrauchen, bevor wir ins Schwitzen kommen? Wird aus KI-Euphorie bald grünes Erwachen? Wer profitiert – und wer zahlt die Stromrechnung?

Heute zeigen Studien, wie groß der CO₂-Fußabdruck künstlicher Intelligenz wirklich ist. Gleichzeitig sprießen neue KI-Startups wie Pilze nach einem Sommergewitter – mit Milliardenbewertungen, versteht sich. Und während die Technik voranschreitet, fragt sich die Politik: Wie schützen wir uns, wenn KI zum Werkzeug von Cyberangriffen wird?

Forschung & Entwicklung

Studie: KI verursacht 2025 so viele Emissionen wie ganz New York City

Eine neue Studie schlägt Alarm: Der Energiehunger von KI-Systemen wächst schneller als ihre Intelligenz. Demnach könnten Rechenzentren, die große Sprachmodelle wie GPT oder Bildgeneratoren wie DALL·E antreiben, bis 2025 so viel CO₂ ausstoßen wie eine Megametropole – konkret: New York City. Der Grund? Die gigantische Rechenleistung, die nötig ist, um KI-Modelle zu trainieren und am Laufen zu halten. Wer also glaubt, Künstliche Intelligenz sei nur „Cloud-Magie“, sollte vielleicht mal den Stromzähler befragen.

Quelle: t3n Magazine


Modelle & Unternehmen

Resolve AI: Neues KI-Startup knackt Milliardenbewertung – mit nur einer Finanzierungsrunde

Sie kommen aus dem Datenanalyse-Unternehmen Splunk, jetzt bauen sie mit Resolve AI ihre eigene KI-Firma – und die ist nach der ersten Finanzierungsrunde bereits eine Milliarde US-Dollar wert. Das junge Unternehmen entwickelt KI-Tools für Geschäftsprozesse, also Software, die Aufgaben erkennt, automatisiert und optimiert. Klingt trocken? Vielleicht. Aber Investoren sehen darin das nächste große Ding. Die KI wird also nicht nur schlauer, sondern auch reicher. Ob sie sich bald selbst finanziert?

Quelle: TechCrunch AI

Gemini bleibt vorerst im Schatten von Google Assistant

Google wollte seinen Sprachassistenten Assistant eigentlich durch Gemini ersetzen – das neue Sprachmodell, das mehr kann, schneller antwortet und dabei (angeblich) auch noch empathischer klingt. Doch nun die Kehrtwende: Das Upgrade wird auf frühestens 2026 verschoben. Offenbar ist Gemini noch nicht ganz bereit für den Alltag auf Millionen Android-Geräten. Sprachmodelle sind eben wie Teenager – voller Potenzial, aber manchmal schwer kontrollierbar.

Quelle: The Verge AI


Gesellschaft & Politik

Cyberangriffe auf Strom, Wasser, Verkehr: Wie KI unsere Infrastruktur bedroht – oder schützt

Sie heißen „kritische Infrastrukturen“ – damit sind Stromnetze, Krankenhäuser, Verkehrssysteme gemeint. Und sie stehen im Fadenkreuz von Hackern, die zunehmend auch KI einsetzen. Im Podcast-Deep-Dive erklärt die Tech-Journalistin Eva Wolfangel, warum diese Angriffe nicht nur Science-Fiction sind. KI spielt dabei eine doppelte Rolle: Sie hilft beim Angriff – aber auch bei der Verteidigung. Die Frage ist nur: Wer ist schneller, klüger und besser trainiert?

Quelle: t3n Magazine


Fazit

Während KI-Startups Milliarden einsammeln und Sprachmodelle auf ihre Smartphone-Karriere warten, steht eine unbequeme Wahrheit im Raum: Intelligenz braucht Strom, und Strom ist nicht emissionsfrei. Vielleicht ist es an der Zeit, nicht nur unsere Modelle, sondern auch unsere Energiequellen zu trainieren – auf Nachhaltigkeit. Denn was nützt uns die klügste Maschine, wenn sie in einem überhitzten Serverraum sitzt?

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