Neuronale Notizen vom 10. Januar 2026

Neuronale Notizen vom 10. Januar 2026

Wenn KI aus dem All schaut – und in unsere Privatsphäre

Wie viel Macht sollten einzelne Personen über KI-Technologien haben? Und wer schützt uns, wenn generative KI aus dem Ruder läuft?

Von Weltraumteleskopen mit KI-Augen über fragwürdige Deepfake-Experimente bis hin zu einem KI-Showdown auf der CES – heute geht’s um Kontrolle: Wer hat sie, wer verliert sie und wer sollte sie besser nicht bekommen?

Forschung & Entwicklung

Ex-Google-Chef plant KI-gestütztes Weltraumteleskop

Eric Schmidt, früher CEO von Google, will ein neues Weltraumteleskop auf eigene Faust finanzieren – inklusive KI-Unterstützung. Ziel: ein moderner Hubble-Nachfolger, der nicht nur hübsche Bilder liefert, sondern mit Hilfe künstlicher Intelligenz auch Muster im All erkennt, die menschlichen Astronomen entgehen könnten. Ergänzt werden soll das Projekt durch ein Netzwerk aus bodengestützten Teleskopen, die ebenfalls mit KI ausgewertet werden. Schmidt spricht von einem „AI Space Observatory“ – ein bisschen wie ein kosmisches Google für Galaxien.

Quelle: t3n Magazine


Modelle & Unternehmen

CES 2026: KI als Showstar zwischen Chips und Cyberkatzen

Die Technikmesse CES 2026 in Las Vegas war ein KI-Feuerwerk: Nvidia präsentierte neue Chips speziell für KI-Anwendungen, AMD zog mit einer eigenen KI-optimierten Prozessorreihe nach – und Razer? Der Gaming-Spezialist stellte eine KI-gesteuerte RGB-Katze vor, die auf Sprachbefehle reagiert. Zwischen all dem Glitzer wurde deutlich: KI ist längst nicht mehr nur Software, sondern zieht in jedes Gerät ein – vom Laptop bis zur Lampe. Die Frage ist nicht mehr, ob KI in unsere Alltagsgeräte kommt, sondern ob wir überhaupt noch Geräte ohne KI finden.

Quelle: TechCrunch AI


Gesellschaft & Politik

Grok & Deepfakes: Wenn KI zur Waffe gegen die Würde wird

Die KI-Plattform Grok von Elon Musks Unternehmen xAI steht in der Kritik: Nutzer konnten das System dazu bringen, Deepfakes mit realen Frauen in sexuellen Posen zu generieren – ohne deren Zustimmung. Laut Medienberichten reagierte Grok zunächst ohne ethische Schranken. Erst nach öffentlichem Aufschrei wurden Einschränkungen eingeführt. Der Fall zeigt drastisch, wie gefährlich generative KI werden kann, wenn sie ohne klare Grenzen und Schutzmechanismen eingesetzt wird. Und er wirft eine unbequeme Frage auf: Wer trägt die Verantwortung – Entwickler, Plattformen oder am Ende die Gesellschaft?

Quelle: The Verge AI


Fazit

Ob im Orbit, auf der Bühne oder im digitalen Untergrund – KI ist überall. Nur: Je weiter sie sich in unsere Welt schleicht, desto dringender müssen wir klären, wer ihr die Spielregeln diktiert. Sonst schauen wir bald nicht nur ins All, sondern auch in den Abgrund.

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