Wenn CEOs warnen: KI als Karriere-Killer oder Chance zur Neuvermessung?
Wie verändert KI die ersten Schritte ins Berufsleben – und was passiert mit Praktika, wenn Chatbots die E-Mails schreiben? Ist der Wettlauf um KI bald ein Kampf um Kontrolle statt Kompetenz?
Während auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Champagnergläser klirren, sorgen sich KI-Größen um die Zukunft menschlicher Arbeit. Gleichzeitig stellt sich ChatGPT auf Teenager ein, und ein CEO legt sich mit seinem wichtigsten Hardware-Partner an. Willkommen im KI-Karussell der Ambivalenz.
Forschung & Entwicklung
KI bald als Berufseinsteiger-Konkurrenz? Deepmind- und Anthropic-Chefs schlagen Alarm
Demis Hassabis (Deepmind) und Dario Amodei (Anthropic) blicken mit Sorge auf 2026: Dann könnte Künstliche Intelligenz erste Jobs in der Einstiegsebene überflüssig machen – etwa Praktika oder Junior-Positionen in der Verwaltung. Besonders betroffen seien Tätigkeiten, bei denen Informationen zusammengetragen oder strukturiert werden – also genau das, was viele KI-Systeme jetzt schon erstaunlich gut können. Amodei warnt: Die Geschwindigkeit der Veränderung könnte unsere gesellschaftliche Anpassungsfähigkeit überfordern.
Quelle: The Decoder
Modelle & Unternehmen
Anthropic-Chef attackiert Nvidia – und riskiert den Haussegen
Dario Amodei, CEO von Anthropic, hat in Davos öffentlich Kritik an Nvidia geübt – ausgerechnet an jenem Chipgiganten, der zu den wichtigsten Investoren und Technologiepartnern seines Unternehmens zählt. Hintergrund ist der geplante Verkauf von KI-Hardware an China, den Amodei als sicherheitspolitisches Risiko sieht. Die Szene erinnert ein wenig an ein Familienessen, bei dem jemand plötzlich dem Schwiegervater vorwirft, Waffen an die Nachbarn zu liefern – während man noch am selben Tisch sitzt.
Quelle: TechCrunch AI
ChatGPT erkennt dein Alter – und filtert Inhalte für Minderjährige
OpenAI stattet ChatGPT mit einer neuen Funktion aus: Das System soll künftig anhand von Sprache und Verhalten das ungefähre Alter von Nutzerinnen und Nutzern einschätzen – um so problematische Inhalte für unter 18-Jährige automatisch zu blockieren. Die Idee: Prävention durch Kontextanalyse. Klingt vernünftig, wirft aber Fragen auf: Was passiert, wenn ein 13-Jähriger wie ein Jurastudent schreibt? Und wie viel Vertrauen sollte man in eine KI legen, die rät, ob du alt genug für ihren Output bist?
Quelle: TechCrunch AI
Gesellschaft & Politik
Satire, Sale und Starlink: Musk vs. Ryanair mit KI-Twist?
Was aussieht wie ein PR-Streit unter Alphatieren, hat auch eine KI-Dimension: Elon Musk, dessen KI-Firma xAI mit Starlink-Technologie verknüpft ist, kritisiert die Ryanair-Entscheidung, kein Starlink an Bord einzusetzen. Ryanair-Chef Michael O‘Leary kontert mit einem „Idioten-Sale“ und Spott über Musks Twitter-Abstimmungen. Die Frage ist: Geht es hier wirklich nur um WLAN im Flugzeug – oder um die Platzierung von KI-gestützter Infrastruktur in der Luftfahrt? Zwischen Polemik und Produktpolitik verschwimmen die Grenzen.
Quelle: t3n Magazine
Fazit
Wenn CEOs vor KI warnen, während ihre eigenen Produkte die Jobs kosten – ist das dann Einsicht oder Imagepflege? Vielleicht sollten wir nicht nur fragen, was KI kann, sondern auch, was sie darf. Denn wenn der Praktikant durch ein Sprachmodell ersetzt wird, wer bringt dann eigentlich noch den Kaffee?

