KI zwischen Genie und Wahnsinn: Vom Porno-Bot bis zum Mario-Klon
Wie nah sind wir an einer KI, die wirklich alles kann – und wollen wir das überhaupt? Wird generative KI bald unser neues Lieblingsspielzeug oder unser kreativster Albtraum?
Wenn KI Webseiten baut, MRTs liest und dabei auch noch schlechte Videospiele fabriziert – sind wir dann am Höhepunkt des Fortschritts oder einfach nur mitten im Chaos? Heute werfen wir einen Blick auf die neuesten KI-Experimente, milliardenschwere Wetten und eine mögliche Firmenfusion, die selbst Science-Fiction neidisch macht.
Forschung & Entwicklung
Grok, Claude & der KI-Schock: Zwischen Porno-Generator und Super-Coder
Der „AI Hype Index“ zeigt diese Woche wieder, wie extrem die Entwicklung schwankt: Während Grok – Elon Musks Chatbot – offenbar problemlos pornografische Inhalte erzeugt, brilliert Claude Code von Anthropic mit beeindruckender Vielseitigkeit. Die KI kann Webseiten bauen, medizinische MRTs analysieren und sogar Programmcode schreiben, der menschlichen Entwicklern Konkurrenz macht. Kein Wunder, dass vor allem jüngere Generationen zwischen Faszination und Existenzangst schwanken.
Der Kontrast könnte kaum stärker sein: KI als Schmuddelkünstler auf der einen Seite, als digitaler Alleskönner auf der anderen. Was sagt das über unsere Kontrolle über diese Systeme – oder über unsere Prioritäten?
Quelle: MIT Tech Review AI
Modelle & Unternehmen
Apple & KI: Viel Applaus, wenig Plan?
Ein Analyst von Morgan Stanley wagte die verbotene Frage: Wie genau will Apple eigentlich mit KI Geld verdienen? Die Antwort von CEO Tim Cook blieb vage – man wolle KI „nahtlos in die Produkte integrieren“. Klingt ein bisschen wie: „Wir machen das schon irgendwie.“ Während Konkurrenten wie Google, Microsoft und Amazon Milliarden in konkrete KI-Modelle und -Anwendungen stecken, bleibt Apple eher im Schatten. Vielleicht ist das der Plan. Oder einfach Planlosigkeit mit gutem Design.
Quelle: TechCrunch AI
Amazon will 50 Milliarden Dollar in OpenAI pumpen – wirklich?
Gerüchteweise verhandelt Amazon über eine gigantische Investition in OpenAI – satte 50 Milliarden Dollar stehen im Raum. Das wäre mehr als nur ein strategischer Schachzug im KI-Wettrüsten. Pikant: Amazon unterstützt bereits Anthropic, einen OpenAI-Konkurrenten. Investiert der Online-Gigant nun in beide Lager, um sich auf jeden Ausgang vorzubereiten? Oder wird hier KI einfach zum teuersten Poker-Spiel der Tech-Geschichte?
Quelle: TechCrunch AI
Gesellschaft & Politik
Musk plant Mega-Merger: SpaceX & xAI bald eins?
Elon Musk könnte bald zwei seiner Firmen fusionieren: SpaceX, bekannt für Raketen und Satelliten, und xAI, seine KI-Schmiede. Ziel: Datenzentren im All. Ja, richtig gelesen – Rechenzentren im Weltall. Damit könnten KI-Modelle künftig nicht nur schneller, sondern auch „weltweit orbital“ arbeiten. Der Schritt wäre ein Meilenstein – oder ein riskanter Tanz zwischen Vision und Größenwahn. Und was passiert, wenn die KI dort oben plötzlich selbstständig funkt?
Quelle: The Verge AI
Generative KI
Super Mario aus der KI-Maschine: Googles Projekt „Genie“ im Selbsttest
Ein neues kreatives Spielzeug aus dem Hause Google erlaubt es Nutzerinnen und Nutzern, 3D-Welten à la Super Mario 64 mithilfe generativer KI zu basteln. Das Tool basiert auf Googles Projekt „Genie“ und nutzt sogenannte Weltmodelle – KI-Systeme, die sich vorstellen, wie virtuelle Umgebungen aussehen und sich anfühlen könnten. Heraus kommen… sagen wir: charmant missglückte Nintendo-Klone. Aber das Potenzial ist da: Game-Design, Lernumgebungen oder virtuelle Kunst könnten bald per Texteingabe entstehen.
Die Frage ist nur: Wenn jeder sein eigenes Spiel erstellen kann – wer spielt dann noch das Original?
Quelle: The Verge AI
Fazit
Die KI-Welt schwankt derzeit zwischen kreativem Chaos, wirtschaftlicher Megalomanie und technischer Überforderung. Vielleicht sollten wir nicht fragen, was KI alles kann – sondern was wir wirklich von ihr wollen. Denn wenn Claude schon unsere Jobs macht und Grok unsere Hobbys ruiniert, bleibt uns bald nur noch eines: Zuschauen, wie die KI Mario spielt.

