KI auf dem Prüfstand: Macht, Missverständnisse und Milliarden
Wie viel KI-Hype ist cleveres Marketing – und wo beginnt die echte Revolution? Werden KI-Monopole bald die Weltpolitik mitbestimmen? Und was passiert, wenn sich Milliardeninvestitionen als Luftschlösser entpuppen?
Heute werfen wir einen Blick auf Machtspiele zwischen Tech-Giganten, politische Grabenkämpfe um KI-Regeln – und die Frage, ob KI uns bald auch beim Homeoffice überwacht. Zwischen Vision und Wirklichkeit liegen oft nur ein paar Zeilen Code.
Forschung & Entwicklung
Arbeitszeitbetrug im Homeoffice: Bald KI als Aufpasser?
Eine neue Studie zeigt: Deutsche gelten europaweit als besonders pflichtbewusst im Homeoffice. Während anderswo der Laptop zur Netflix-Bühne wird, bleibt hierzulande der Kalender sauber. Doch die Frage bleibt: Wie lange noch ohne digitale Kontrolle? Immer mehr Firmen experimentieren mit KI-gestützter Produktivitätsüberwachung – etwa durch Mausbewegungsanalyse oder automatisches Task-Tracking.
Was wie ein Science-Fiction-Büro klingt, ist längst Realität: KI-Systeme, die erkennen, ob jemand arbeitet oder träumt. Die Grenze zwischen effizient und übergriffig ist dabei oft so dünn wie das WLAN-Signal im Altbau.
Quelle: t3n Magazine
Modelle & Unternehmen
Nvidia vs. Gerüchteküche: Alles gut mit OpenAI – oder?
100 Milliarden Dollar – so viel will Nvidia angeblich in OpenAI investieren. Doch zuletzt brodelte die Gerüchteküche: Angebliche Spannungen zwischen den KI-Riesen machten die Runde. Jetzt meldet sich Nvidia-Chef Jensen Huang selbst zu Wort – und nennt die Spekulationen schlicht „Unsinn“.
Die Beziehung sei stabil, man plane weiterhin „Großes“. Doch was heißt das genau? Nvidia liefert die Chips, die OpenAI braucht – OpenAI liefert die Software, die Nvidia glänzen lässt. Eine Symbiose, bei der man sich fragt: Was passiert, wenn einer der Partner plötzlich mehr will? Oder weniger braucht?
Quellen: The Verge AI,
TechCrunch AI
Gesellschaft & Politik
KI-Regulierung à la Trump: Föderaler Flickenteppich statt Masterplan?
Ex-Präsident Trump will KI-Regeln per Dekret durchsetzen: möglichst wenig Bürokratie, möglichst viel „Innovation“. Doch die Bundesstaaten der USA spielen nicht ganz mit. Kalifornien etwa setzt längst eigene Regeln – und das nicht ohne Grund: Wähler:innen fordern Schutz vor diskriminierenden Algorithmen, Deepfakes und KI-Überwachung.
Entsteht hier ein regulatorisches Patchwork, bei dem jeder Staat sein eigenes KI-Recht bastelt? Oder ist das gerade die Chance, verschiedene Modelle zu testen – wie ein A/B-Test für die Demokratie? Sicher ist: Wer KI politisch zähmen will, braucht mehr als einen Federstrich im Weißen Haus.
Quelle: t3n Magazine
Fazit
Ob Milliarden-Deals, Büroüberwachung oder politische Machtspiele – KI ist längst mehr als nur ein technisches Thema. Sie ist Bühne, Werkzeug und Zankapfel zugleich. Wer glaubt, es gehe nur um Algorithmen, hat das Drehbuch nicht zu Ende gelesen.

