Wenn KI auf Superbowl trifft – und Altman auf Werbung
Wie sehr beeinflussen KI-Werbekampagnen unser Vertrauen in die Technologie? Und was passiert, wenn sich KI-Giganten nicht nur technisch, sondern auch medial bekriegen?
Anthropic wirbt mit Humor, OpenAI kontert mit Empörung – die KI-Szene zeigt sich derzeit nicht nur innovationsfreudig, sondern auch erstaunlich unterhaltsam. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wer steuert hier eigentlich wen – die KI das Marketing oder umgekehrt?
Forschung & Entwicklung
Altman contra Claude: KI-Werbung sorgt für hitzige Debatte
Sam Altman, CEO von OpenAI, hat auf eine Super-Bowl-Werbung des Konkurrenten Anthropic mit scharfer Kritik reagiert. Die Werbung für das KI-Modell Claude stellt humorvoll dar, wie Chatbots in Zukunft unser Leben beeinflussen könnten – offenbar zu humorvoll für Altman. Er bezeichnete die Kampagne auf X (ehemals Twitter) als „offensichtlich unehrlich“ und warf Anthropic „Doppeldenk“ vor – ein Begriff aus George Orwells „1984“, der für widersprüchliches Denken steht. Offenbar ist in der Welt der Künstlichen Intelligenz nicht nur die Rechenleistung hoch – sondern auch die Empfindlichkeit.
Quelle: The Verge AI
Modelle & Unternehmen
Alphabet investiert Milliarden in KI-Cloud – Google wird zur Datenfabrik
Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat nicht nur gute Zahlen präsentiert, sondern auch einen Blick in die Zukunft geworfen: Bis 2026 sollen die Investitionen in KI-Infrastruktur fast verdoppelt werden. Besonders im Fokus: KI-gestützte Cloud-Services. Damit will sich Alphabet offenbar als Rückgrat der KI-Wirtschaft positionieren – als wäre Google nicht schon längst das Datenzentrum der Welt. Wer braucht noch Serverräume, wenn man Google als Cloud hat?
Quelle: Heise KI
Altman eskaliert: „Autoritär“ und „unehrlich“ – der KI-Zoff wird persönlich
Die Auseinandersetzung zwischen OpenAI und Anthropic nimmt an Schärfe zu. In einem ausführlichen Online-Post bezeichnete Sam Altman die Werbung von Anthropic nicht nur als „unehrlich“, sondern warf dem Unternehmen auch einen „autoritären“ Kommunikationsstil vor. Wer dachte, KI sei emotionslos, hat offenbar nicht mit ihren Erfindern gerechnet. Vielleicht brauchen wir in Zukunft nicht nur Ethikrichtlinien für KI – sondern auch für deren CEOs.
Quelle: TechCrunch AI
Gesellschaft & Politik
Windows 11 unter Beschuss: KI-Funktion bringt Datenschützer auf die Barrikaden
Die neue KI-Funktion Copilot in Windows 11 steht in der Kritik. Datenschützer:innen warnen, dass Nutzer:innen unbemerkt sensible Daten preisgeben könnten – etwa durch automatische Texterkennung, Bildschirmanalysen oder Cloud-Verbindungen. Einige raten sogar zum Wechsel des Betriebssystems. Die Frage bleibt: Ist Bequemlichkeit durch KI wirklich wichtiger als Datenschutz? Oder ist Copilot eher ein Co-Spion?
Quelle: t3n Magazine
Generative KI
Kling 3.0: Chinas Antwort auf Sora bringt 4K-Videos aus der KI
Der chinesische KI-Entwickler Kling AI hat Version 3.0 seines Videomodells vorgestellt – und die hat es in sich: längere Videoclips, konsistente Charaktere und sogar 4K-Auflösung. Damit positioniert sich Kling als ernstzunehmender Konkurrent zu OpenAIs kommendem Video-Modell Sora. Besonders spannend: Die KI kann nicht nur Bewegungen realistisch darstellen, sondern auch komplexe Szenen mit logischen Übergängen erzeugen. Ob Musikvideos, Werbespots oder Mini-Dokumentationen – mit Kling 3.0 wird die Frage drängender: Wer braucht noch ein Filmstudio, wenn die GPU Regie führt?
Quelle: The Decoder
Fazit
Während KI-Modelle immer realistischere Videos erzeugen und Milliarden in Cloud-Infrastrukturen fließen, streiten sich die Tech-Gurus über Werbespots. Vielleicht ist das die wahre Turing-Probe: Nicht ob KI wie ein Mensch denkt – sondern ob Menschen sich irgendwann wie Maschinen streiten. Oder wie Chatbots mit Ego.

