KI mit Ton, Strom und Turbo: Wenn Maschinen mehr wollen als nur rechnen
Was passiert, wenn Künstliche Intelligenz plötzlich Ohren bekommt? Und was, wenn unsere Stromnetze den KI-Hunger nicht mehr stillen können?
Heute geht es um KI, die nicht nur sieht, sondern auch hört – und dabei gleich noch den Nutzer ins Video zaubert. Gleichzeitig warnen Experten: Ohne kräftigere Stromleitungen könnten unsere KI-Träume bald ins Dunkel laufen. Und während Quantencomputer noch in den Kinderschuhen stecken, bekommen sie Hilfe von klassischen Superchips. KI bleibt ein Hochleistungssport – auf allen Ebenen.
Forschung & Entwicklung
Quantencomputer lernen von KI – mit Turbo-Unterstützung
Quantencomputer gelten als die zukünftigen Superhirne der Technik – aber derzeit sind sie eher wie hochbegabte Kinder mit Konzentrationsproblemen. Ihre größte Schwäche: Fehleranfälligkeit und schwer berechenbare Quantenbits (Qubits). NVIDIA setzt nun auf sogenannte „Accelerated Computing“, also auf KI-gestützte Superchips, um genau diese Probleme zu lösen. Konkret helfen neuronale Netze dabei, Quanten-Schaltkreise effizienter zu simulieren und Fehler zu korrigieren. Eine Art Nachhilfeunterricht für Quantenphysik – vom digitalen Zwilling.
Ob das reicht, um den Quanten-Turbo endlich zu zünden? Oder bleibt der Traum vom Quanten-KI-Durchbruch vorerst Science-Fiction?
Quelle: NVIDIA Blog
Modelle & Unternehmen
Windows 11 Update bringt KI unter die Haube – aber flüstert nur leise davon
Microsoft hat sein neues 25H2-Update für Windows 11 veröffentlicht – und obwohl es auf den ersten Blick unspektakulär wirkt, schraubt es unter der Oberfläche fleißig an KI-Funktionen. Die Integration von „Copilot“, Microsofts KI-Assistent, wird weiter ausgebaut und künftig enger ins System eingebettet. Auch bei der Barrierefreiheit und Sicherheit spielt KI nun eine größere Rolle. Das Update selbst ist klein, aber die Richtung ist klar: KI wird zum festen Betriebssystembestandteil – wie der Startknopf, nur schlauer.
Frage an alle: Wird unser Betriebssystem bald mehr über uns wissen als wir selbst?
Quelle: Heise KI
Sora 2: OpenAI lässt Nutzer in KI-Videos mitspielen
Was wäre, wenn du nicht nur ein Video anschauen, sondern gleich selbst darin mitspielen könntest – ganz ohne Greenscreen oder Filmstudio? OpenAI hat mit Sora 2 genau das vor: Der neue Videogenerator erzeugt nicht nur realistische Szenen mit physikalisch korrekten Bewegungen und Lichtverhältnissen, sondern kann auch echte Nutzer per KI ins Video einbauen. Inklusive Sound und Lippenbewegung. Willkommen im Deepfake-Kino für jedermann – oder in der nächsten Generation TikTok?
Ob das kreative Freiheit oder Identitätsverwirrung bringt, bleibt offen. Aber spannend ist es allemal.
Quelle: Golem
Gesellschaft & Politik
Stromnetz am Limit: KI frisst Energie – und die Infrastruktur stöhnt
KI braucht Daten. Und Daten brauchen Rechenzentren. Und die brauchen… Strom. Viel Strom. Der Branchenverband Eco schlägt Alarm: Die deutsche Strominfrastruktur sei nicht mehr gewappnet für den wachsenden Hunger nach Rechenleistung. Neue KI-Zentren stehen in den Startlöchern – aber ohne leistungsfähigere Netze drohen Engpässe. Ein Rechenzentrum ohne Strom ist wie ein Hochleistungsrennwagen ohne Tankstelle.
Während die KI-Revolution voranschreitet, hinkt die Energiepolitik hinterher. Wird der Datenhunger bald zum Blackout-Risiko?
Quelle: Golem
Generative KI
Sora 2 von OpenAI: Jetzt mit Ton, App – und einem Hauch Hollywood
OpenAI hat seinem KI-Videomodell Sora ein Upgrade verpasst – und das hat es in sich. Sora 2 erzeugt nicht nur beeindruckend realistische Videos auf Basis einfacher Texteingaben, sondern synchronisiert nun auch Ton und Sprache. Neu ist zudem eine eigene iOS-App, die das Ganze in eine Art soziales Netzwerk für KI-Videos verwandeln könnte. Wer bisher dachte, generative KI sei nur was für Nerds am Laptop, sollte sich auf eine kreative Welle aus animierten Kurzfilmen, Musikvideos und Mini-Dokus gefasst machen.
Vielleicht wird der nächste Kinostar also gar nicht mehr gecastet – sondern einfach eingegeben.
Quelle: The Decoder
Fazit
Die KI von heute kann sehen, hören, sprechen – und bald vielleicht auch fühlen. Doch während sie immer mehr Sinne bekommt, stoßen wir an ganz irdische Grenzen: Strom, Infrastruktur, Ethik. Vielleicht ist die größte Herausforderung nicht, was KI kann – sondern was wir (noch) nicht können.

