Neuronale Notizen vom 05. November 2025

Neuronale Notizen vom 05. November 2025

Von der Raumstation bis zur Shopping-App: KI hebt ab – im All und im Alltag

Wer braucht noch Serverfarmen, wenn man Satelliten hat? Und wann wird KI zur kreativen Partnerin statt bloßem Werkzeug?

Während Google seine KI-Chips ins All schießen will, bringt OpenAI seine Video-KI aufs Smartphone – mit Sound, Story und Stil. Und Shopify? Setzt auf KI-Shopping-Agenten, die uns bald besser kennen als unser Lieblingsverkäufer. Willkommen in der Ära der allgegenwärtigen KI.

Forschung & Entwicklung

Microsoft: CDU-Politiker warnen vor US-Clouds als KI-Risiko

Ein KI-Modell ist nur so unabhängig wie seine Server – und die stehen oft in den USA. CDU-Sicherheitspolitiker fordern deshalb: raus aus der US-Cloud! Hintergrund ist die Sorge, dass US-Provider wie Microsoft durch politische Spannungen zur Waffe werden könnten – etwa wenn KI-Anwendungen blockiert oder manipuliert würden. Die Debatte zeigt: Wer die Infrastruktur kontrolliert, kontrolliert auch die Intelligenz.

Quelle: Golem

Google will KI-Rechenzentren ins All verlegen

Ein Rechenzentrum auf der Erde? Langweilig. Google denkt größer – und schwebt mit „Project Suncatcher“ Richtung Orbit. Die Idee: KI-Chips auf solarbetriebenen Satelliten sollen im All rechnen, wo Energie (Sonne) und Platz (unendlich) reichlich vorhanden sind. Klingt nach Science-Fiction, ist aber ein ernst gemeintes Forschungsprojekt. Wenn’s klappt, könnten KI-Modelle bald aus dem All grüßen – inklusive kosmischer Latenz.

Quelle: The Verge AI


Modelle & Unternehmen

NVIDIA und Qualcomm investieren in Indiens KI-Zukunft

Indien soll zur Deep-Tech-Supermacht werden – mit kräftiger Unterstützung von NVIDIA, Qualcomm und sechs Risikokapitalgebern. Gemeinsam fließen über 850 Millionen Dollar in Startups, die auf Künstliche Intelligenz, Robotik und maschinelles Lernen setzen. Das Ziel: ein heimisches KI-Ökosystem, das nicht nur mitspielt, sondern mitgestaltet. Vielleicht wächst hier gerade der nächste GPT-Rivale heran?

Quelle: TechCrunch AI

Amazon gegen KI-Agenten: Perplexity bekommt juristischen Gegenwind

Perplexity AI lässt seine Chatbots durchs Web browsen – auch auf Amazon. Doch der Online-Riese sagt: Nicht mit uns! Wer als KI-Agent auf der Plattform unterwegs ist, soll sich auch als solcher zu erkennen geben. Amazon droht nun mit rechtlichen Schritten. Die Frage dahinter: Wie transparent müssen KI-Agenten im Netz wirklich sein – und ab wann wird aus Recherche ein digitaler Hausfriedensbruch?

Quelle: TechCrunch AI


Gesellschaft & Politik

Shopify: KI-Shopping boomt – und verändert unseren Konsum

Shopify meldet: Siebenmal mehr KI-Traffic seit Jahresbeginn, elfmal mehr KI-gestützte Bestellungen. Die Ursache? Intelligente Shopping-Agenten, die Kunden beraten, Produkte vorschlagen und sogar personalisierte Texte schreiben. Shopify nennt es den größten Technologiewandel seit dem Internet. Aber wenn der Algorithmus bald weiß, was wir brauchen, bevor wir es selbst wissen – wer hat dann eigentlich noch die Kontrolle über den Warenkorb?

Quelle: TechCrunch AI


Generative KI

Sora 2: OpenAIs neue Video-KI jetzt mit Ton – und Android-App

OpenAI bringt mit Sora 2 eine neue Generation seiner Video-KI – jetzt erstmals mit Audio und nutzergenerierten Charakteren. Die Android-App erlaubt es, kurze Clips zu erstellen, bei denen nicht nur das Bild, sondern auch der Sound KI-generiert ist. Ob animierte Märchen, Mini-Werbespots oder Meme-Musikvideos: Die Kreativmaschine passt in die Hosentasche. Nur eine Frage bleibt – wann kommt der erste virale KI-Kurzfilm, der einen Oscar gewinnt?

Quelle: The Decoder


Fazit

Ob KI bald aus dem All rechnet, uns beim Shoppen berät oder ganze Filme produziert – klar ist: Sie bleibt nicht im Labor. Sie zieht in unsere Taschen, Wohnzimmer und Gerichtssäle. Vielleicht sollten wir uns weniger fragen, was KI kann – sondern was wir mit ihr tun wollen, bevor sie selbst entscheidet.

Schreibe einen Kommentar