KI auf der Überholspur: Milliarden für Videos, Schulden und smarte Busse
Wie sichtbar muss KI sein, damit wir ihre Macht begreifen? Und was passiert, wenn unsere Infrastruktur plötzlich KI-gesteuert wird – aus Tausenden Kilometern Entfernung?
Ob Mini-Videos mit Mega-Reichweite, Tech-Giganten mit Milliardenkrediten oder Fernzugriffe auf Busse aus einem anderen Kontinent – KI ist längst mehr als nur ein Softwaretool. Sie greift tief in unseren Alltag ein. Heute werfen wir einen kritischen Blick auf drei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen aufschlussreiche Schlaglichter.
Forschung & Entwicklung
Metas KI-Show: 20 Milliarden KI-Videos mit der neuen Vibes-Funktion
Mark Zuckerberg hat ein neues Ass im Ärmel – und es heißt „Vibes“. Die Funktion ermöglicht es Usern, personalisierte KI-generierte Videos zu erstellen und zu teilen. Das klingt erst mal harmlos, doch die Zahlen lassen aufhorchen: Über 20 Milliarden solcher Clips sind bereits im Umlauf. Die KI sorgt dabei für passgenaue Musik, Text und Bildsprache – abgestimmt auf die Vorlieben der Nutzer. Das Ergebnis? Ein Umsatzsprung von über 26 Prozent im Jahresvergleich für Meta. KI als Umsatz-Booster – oder als TikTok mit Turbo?
Quelle: t3n Magazine
Modelle & Unternehmen
KI macht Schulden: Tech-Giganten pumpen Milliarden in ihre Rechenzentren
Die großen Vier – Google, Meta, Microsoft und Amazon – haben sich offenbar in ihre KI-Zukunft verliebt. So sehr, dass sie bereit sind, astronomische Summen zu investieren – selbst auf Pump. Die Bank of England warnt bereits: Die Unternehmen nehmen Rekordschulden auf, um ihre KI-Infrastruktur auszubauen. Gemeint sind damit vor allem energiehungrige Rechenzentren, die große Sprachmodelle wie GPT oder Claude überhaupt erst betreiben können. Doch wie lange lässt sich diese Wachstumswette finanzieren, bevor aus Visionen Schuldenkrisen werden?
Quelle: The Decoder
Gesellschaft & Politik
Fernsteuerung per KI? Norwegens E-Busse melden sich aus China
Eigentlich sollten sie sauber, leise und zuverlässig sein – Norwegens neue Elektrobusse. Doch bei einem Test entdeckten die Verkehrsbetriebe etwas Unheimliches: Die Busse eines chinesischen Herstellers lassen sich offenbar aus der Ferne steuern – direkt aus China. Der Fernzugriff erfolgt über eine zentrale digitale Plattform, die auch KI-Elemente zur Routenoptimierung nutzt. Die große Frage: Ist das ein technischer Komfort oder ein geopolitischer Albtraum auf Rädern?
Quelle: t3n Magazine
Fazit
Ob KI-Videos zur Unterhaltung, Milliarden-Investitionen in Serverfarmen oder smarte Busse mit Fernsteuerung – künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Software-Feature. Sie ist Infrastruktur, Wirtschaftsfaktor und geopolitisches Risiko zugleich. Vielleicht wird die drängendste Zukunftsfrage nicht sein, was KI kann – sondern wer sie kontrolliert.

