Wenn KI blitzt, Bildbearbeitung Banane ist und Videos Sorgen machen
Wie beeinflusst KI unsere Vorstellung von Kreativität – und wo liegt die Grenze zur Verantwortung? Müssen wir lernen, KI nicht nur zu entwickeln, sondern auch zu erziehen?
Von Blitzen auf dem Mars bis zu gefährlichen Bildern aus KI-Videos: Heute zeigt sich, wie tief künstliche Intelligenz bereits in Forschung, Alltag und Gesellschaft verwurzelt ist – und wo sie uns mit neuen Fragen konfrontiert.
Forschung & Entwicklung
Nasa entdeckt erstmals Blitze auf dem Mars – und das ist ein Problem für zukünftige Missionen
Was wie ein Science-Fiction-Spektakel klingt, ist jetzt Realität: Der Nasa-Rover Perseverance hat auf dem Mars Blitze registriert. Die elektrischen Entladungen entstehen offenbar durch Staubteufel – wirbelnde Mini-Stürme, die wie kleine Tornados über die Oberfläche fegen. Für künftige Marsmissionen ist das ein Risiko: Die empfindliche Elektronik von Robotern oder KI-gesteuerten Drohnen könnte beschädigt werden. Schon heute steuert KI viele Abläufe in der Marsforschung – was passiert, wenn der Blitz einschlägt?
Quelle: t3n Magazine
Modelle & Unternehmen
Nano Banana im Test: Googles KI will Photoshop herausfordern – klappt das?
Googles neue Bild-KI hört auf den leicht albernen Namen „Nano Banana“, hat aber Großes vor: Sie soll Bilder so bearbeiten können, dass selbst erfahrene Photoshop-Nutzer:innen ins Staunen geraten. Im Test zeigt sich: Die KI kann Objekte entfernen, Farben angleichen und sogar Perspektiven anpassen – und das alles in Sekunden. Besonders spannend: Die KI erkennt den „visuellen Zusammenhang“ eines Bildes, also wie Elemente logisch zusammenhängen. Klingt nach Magie? Ist Machine Learning. Doch noch hapert’s gelegentlich – zum Beispiel, wenn aus einem Arm plötzlich ein dritter wird.
Quelle: t3n Magazine
Gesellschaft & Politik
Space Race Act: USA wollen chinesische Kooperationen im Weltall verhindern
Die USA planen ein neues Institut für Raumfahrtkooperationen – aber mit klarer Absage an China. Der „Space Race Act“ soll sicherstellen, dass bei der Entwicklung und Nutzung von Raumstationen keine chinesischen Partner beteiligt sind. Was auf den ersten Blick nach klassischer Geopolitik aussieht, hat auch eine KI-Dimension: Immer mehr Raumfahrtprojekte nutzen künstliche Intelligenz zur Navigation, Datenanalyse und autonomem Betrieb. Wer hier die Kontrolle hat, kontrolliert nicht nur Satelliten – sondern auch die Datenströme der Zukunft.
Quelle: Golem
Generative KI
Sora: Analyse legt gravierende Lücken beim Jugendschutz offen
Die Video-KI Sora von OpenAI begeistert mit realistischen Kurzfilmen, die allein aus Textbeschreibungen entstehen. Doch eine Analyse zeigt: Auch Jugendliche können damit gewaltvolle Inhalte erzeugen – ohne Altersverifikation, ohne Filter. Die App wirkt wie ein Hollywood-Studio in der Hosentasche, aber ohne Türsteher. Die Technologie hinter Sora basiert auf generativem Deep Learning – also neuronalen Netzen, die aus riesigen Datenmengen lernen, wie „echte“ Videos aussehen. Das Problem: Sie lernen auch, wie Gewalt und Horror aussehen. Braucht Kreativität eine moralische Bremse?
Quelle: t3n Magazine
Fazit
Ob auf dem Mars, im Bilderstudio oder auf TikTok – KI ist längst nicht mehr nur „intelligent“, sondern auch eigenwillig, kreativ und manchmal unheimlich. Vielleicht ist es Zeit, nicht nur über ihre Fähigkeiten zu staunen, sondern über ihre Konsequenzen nachzudenken. Denn wer die KI entfesselt, muss auch wissen, wie man sie wieder zähmt.

