Wenn KI codet, Chips baut und Apps zaubert – was bleibt für uns?
Welche KI-Innovation von heute wird morgen schon wieder vergessen sein?
Verlieren wir etwas Menschliches, wenn KI unsere Tools schneller entwickelt als wir sie begreifen?
Ob beim Coden, Chip-Design oder App-Entwicklung – KI mischt inzwischen in immer mehr kreativen und technischen Bereichen mit. Doch nicht alles läuft glatt: Manche Pilotprojekte scheitern, andere versprechen Wunder. Heute schauen wir genauer hin – und fragen uns, ob wir noch die Kontrolle haben oder nur noch zuschauen.
Forschung & Entwicklung
Warum viele KI-Coding-Projekte in Unternehmen scheitern – und es nicht am Modell liegt
KI beim Programmieren klingt nach magischem Turbo für Softwareteams. Doch laut einer Analyse von VentureBeat floppt ein Großteil der Pilotprojekte. Der Grund: Nicht die KI ist schuld – sondern die fehlende Einbettung in reale Arbeitsprozesse. Besonders bei sogenannten „agentischen Codier-Systemen“, die selbstständig Änderungen planen und umsetzen sollen, zeigt sich: Ohne klare Ziele, gutes Daten-Feedback und menschliche Kontrolle bleibt der KI-Zauberstück unvollendet. Ein Reminder: Auch der beste Co-Pilot braucht einen fähigen Piloten.
Quelle: VentureBeat AI
Modelle & Unternehmen
US-Startups fordern Europas Chip-Krone heraus – mit KI im Gepäck
Seit Jahren dominiert der niederländische Konzern ASML den Markt für sogenannte EUV-Lithografie – eine Schlüsseltechnologie für moderne Chips. Doch nun wagen sich US-Startups wie Luminous Computing und Lightmatter an eigene Lösungen. Ihr Trumpf? KI-gesteuerte Ansätze für Chipdesign und Fertigung. Noch sind die Konzepte experimentell, aber das Ziel ist klar: Mehr Unabhängigkeit von Europa und ein neues Wettrennen um das Gehirn der Zukunft – den KI-optimierten Prozessor. Ob hier ein David gegen Goliath antritt oder nur ein Sandkorn gegen einen Laserschneider?
Quelle: t3n Magazine
Gesellschaft & Politik
FDP gegen Verbrenner-Aus – aber was ist mit KI in der Mobilität?
Die FDP fordert lautstark die Rücknahme des geplanten EU-Verbrennerverbots. Dabei geht es um mehr als nur Motoren: Die Zukunft der Mobilität ist längst vernetzt, autonom – und KI-gesteuert. Während Politiker über Auspuffe streiten, arbeiten Tech-Konzerne an selbstfahrenden Autos, Verkehrssteuerung per Machine Learning und CO₂-optimierten Routen. Vielleicht sollten wir uns fragen: Ist der Streit um den Verbrenner nicht längst ein Streit von gestern?
Quelle: Golem
Generative KI
OpenAI: Sora-App in 28 Tagen gebaut – mit KI als Code-Baumeister
OpenAI behauptet, seine Android-App für das Video-KI-Tool Sora in nur 28 Tagen entwickelt zu haben – mit Hilfe der Code-KI Codex. Codex ist ein KI-Modell, das Programmcode auf Zuruf schreibt, testet und sogar verbessert. Was früher Monate dauerte, soll nun in Wochen möglich sein. Ein Entwicklerteam schreibt also nicht mehr Codezeile für Codezeile, sondern gibt der KI Anweisungen wie einem fähigen Praktikanten – der nie schläft, nie meckert und JavaScript fließend spricht. Aber: Wenn KI schon Apps entwickelt, wer testet, ob sie auch menschlich nutzbar sind?
Quelle: The Decoder
Fazit
Wenn KI Chips designt, Code schreibt und Apps baut – sind wir dann noch Entwickler oder nur noch Zuschauer? Vielleicht ist die spannendste Frage der KI-Zukunft nicht, was sie kann – sondern was wir noch tun wollen, obwohl sie es kann.

