Neuronale Notizen vom 18. Januar 2026

Neuronale Notizen vom 18. Januar 2026

Wenn KI mit uns schläft – und uns besser kennt als wir selbst

Wie viel verraten wir im Schlaf – und wer hört eigentlich zu? Wird KI bald zur ersten Anlaufstelle für medizinische Diagnosen? Und wie sicher sind unsere digitalen Abbilder, wenn Deepfakes immer realistischer werden?

Von der Schlafmatte bis zum Instagram-Post: Künstliche Intelligenz analysiert, rekonstruiert und imitiert uns mit wachsender Präzision. Heute werfen wir einen Blick auf tiefschlafende Daten, digitale Doppelgänger und ein paar unerwünschte Passwort-E-Mails.

Forschung & Entwicklung

KI horcht unseren Schlaf aus – und erkennt über 100 Gesundheitsrisiken

Ein Forschungsteam der Stanford University hat ein KI-Modell entwickelt, das aus nur einer Nacht Schlafdaten über 100 potenzielle Krankheitsrisiken ableiten kann – darunter etwa Herzerkrankungen, Diabetes oder Schlafapnoe. Die KI wurde mit tausenden realer Schlaflabor-Datensätze trainiert und erkennt Muster, die für menschliche Ärzt:innen kaum sichtbar wären.

Die Idee: Statt teurer Langzeitdiagnostik könnte ein einziges Schlaf-Tracking mit KI-Analyse künftig frühe Hinweise auf Krankheiten liefern. Sozusagen: „Sag mir, wie du schläfst – und ich sage dir, was dir fehlt.“

Quelle: t3n Magazine


Modelle & Unternehmen

17,5 Millionen Instagram-Konten: KI-Systeme schicken versehentlich Passwort-Mails

In den letzten Tagen erhielten Millionen Instagram-Nutzer:innen E-Mails zum Zurücksetzen ihres Passworts – ohne selbst etwas angefordert zu haben. Meta spricht von einem „internen technischen Fehler“. Hinter vorgehaltener Hand vermuten einige, dass automatisierte KI-Sicherheitssysteme falsch angeschlagen haben könnten.

Der Vorfall zeigt: Auch wenn KIs in der IT-Sicherheit helfen sollen, können sie unbeabsichtigt Massenverwirrung stiften. Meta betont, es gebe keine Hinweise auf einen Hackerangriff. Aber: Vertrauen ist gut, KI-Logs sind besser?

Quelle: t3n Magazine


Gesellschaft & Politik

Keplers Supernova und die KI der NASA: Kosmisches Zeitraffer mit neuronalen Netzen

Die NASA hat ein faszinierendes Zeitraffer-Video veröffentlicht, das zeigt, wie sich die Überreste einer Supernova – beobachtet von Johannes Kepler im Jahr 1604 – in den letzten 20 Jahren verändert haben. Möglich wurde das durch eine Kombination aus Teleskopbildern und Bildverarbeitung mithilfe künstlicher Intelligenz.

KI hilft dabei, kleinste Veränderungen im Nebel zu erkennen, die dem menschlichen Auge entgehen. So wird das All nicht nur beobachtet, sondern „verstanden“ – Pixel für Pixel, Stern für Stern. Wer braucht da noch ein Planetarium, wenn die KI uns das Universum erklärt?

Quelle: t3n Magazine


Generative KI

Deepfake auf Social Media: Was tun, wenn dein digitales Ich gekapert wird?

Ein Klick, ein paar Prompts – und schon geistert dein Gesicht in einem Fake-Video durchs Netz. Dank generativer KI ist das Erstellen täuschend echter Deepfakes heute einfacher als ein Instagram-Filter. Doch was tun, wenn dein digitales Doppelgänger:innen-Ich plötzlich Dinge sagt oder tut, die du nie gesagt hast?

Ein Anwalt erklärt, wie Betroffene reagieren sollten: Screenshots sichern, Plattformen informieren, rechtliche Schritte einleiten – und notfalls auf Persönlichkeitsrecht klagen. Doch der Kampf gegen KI-Fälschungen ist zäh. Die Technik entwickelt sich schneller als das Gesetz. Und wer schützt eigentlich die, die nicht prominent genug sind, um gehört zu werden?

Quelle: t3n Magazine


Fazit

Ob im Schlaf, im Weltall oder auf Social Media – KI ist längst unser stiller Begleiter. Sie weiß, wie wir atmen, träumen und uns im Netz bewegen. Vielleicht sollten wir uns fragen: Wenn Maschinen uns so gut verstehen, wann verstehen wir endlich, was das für uns bedeutet?

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