Wenn KI plötzlich mithört – und Microsoft um Vergebung bittet
Wie sicher sind unsere Daten, wenn KI plötzlich alles aufzeichnet? Und was passiert, wenn aus smarten Helfern fehlerhafte Lauscher werden?
Ein Software-Gigant auf Entschuldigungstour, ein Smartphone, das heimlich mithört, und Projektmanagement ohne US-Konzern – heute zeigt sich, wie KI nicht nur unseren Alltag erleichtert, sondern manchmal auch ordentlich durcheinanderwirbelt.
Forschung & Entwicklung
Windows 11: Microsoft will Vertrauen der Nutzer mit Qualitätsoffensive zurückgewinnen
Microsoft hat ein Problem: Die Integration von KI in Windows 11 sollte eigentlich ein Meilenstein sein – wurde aber für viele zum Stolperstein. Nutzer:innen klagen über Performanceeinbrüche, nervige Werbung und Bugs in der KI-gestützten Suche. Jetzt gelobt der Konzern Besserung: Weniger Werbung, mehr Stabilität, bessere KI-Features. Microsoft nennt es eine „Qualitätsoffensive“ – wir nennen es den Versuch, das KI-Karma wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Quelle: t3n Magazine
Modelle & Unternehmen
Statt Mailbox geht das Mikro an: Pixel-Bug überträgt ungewollt private Gespräche
Ein KI-Fehler mit Gruselfaktor: Nutzer:innen von Google Pixel-Smartphones berichten, dass ihre Geräte plötzlich das Mikrofon aktivieren – ohne Zustimmung. Der Auslöser ist offenbar ein Bug in der KI-gestützten Anrufanalyse. Was eigentlich helfen soll, Spam-Anrufe automatisch zu erkennen, führt nun dazu, dass Gespräche im Hintergrund aufgezeichnet und sogar weitergeleitet werden. Google hat den Fehler bestätigt und will schnell reagieren. Doch der Vorfall wirft erneut die Frage auf: Wie viel Kontrolle haben wir eigentlich noch über unsere Geräte, wenn die KI das Steuer übernimmt?
Quelle: t3n Magazine
Gesellschaft & Politik
Projektmanagement ohne Silicon Valley: Europäische Tools setzen auf Datenschutz und Transparenz
Ob Jira, Asana oder Trello – viele Projektmanagement-Tools setzen längst auf KI, etwa zur Aufgabenverteilung oder Priorisierung. Doch sie kommen oft aus den USA – samt ihrer Datenpolitik. Wer europäische Alternativen sucht, wird jetzt fündig: Vier kostenlose Tools aus Europa setzen auf Datenschutz, Transparenz und teilweise sogar Open Source. KI-Funktionen gibt’s obendrauf – aber ohne das Gefühl, ständig von einem Algorithmus beobachtet zu werden. Vielleicht ist das ja die wahre Produktivität: weniger Tracking, mehr Vertrauen.
Quelle: t3n Magazine
Fazit
Wenn KI plötzlich mithört, Microsoft um Vergebung bittet und europäische Tools auf dem Vormarsch sind, zeigt sich: Der KI-Alltag ist kein Science-Fiction mehr, sondern eine Mischung aus Fortschritt, Fehlfunktion und feiner Ironie. Vielleicht sollten wir unsere Geräte künftig einfach mal fragen: „Hörst du gerade zu?“ – und hoffen, dass die Antwort „Nein“ nicht von einer KI generiert wird.

